Hochzeitsfotografie-Hochzeitsfotografen : Worauf sollte man achten?

Vor der Hochzeit heißt es für das Paar vor allem: planen, planen, planen. Die künftigen Eheleute müssen die passende Location finden und sich um Dinge wie Dekoration, den vorherigen Junggesellenabschied, einen DJ und das Essen kümmern. Und noch ein weiteres Thema ist für die meisten Paare sehr wichtig, wenn es darum geht, Hochzeit und Feier für alle Zeit festzuhalten: ein guter Hochzeitsfotograf muss gefunden werden.

Hochzeitsfotografie hat ihre ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten

Die Hochzeitsfotografie ist eine eigene Sparte innerhalb der (Anlass-bezogenen) Fotografie, mit ihren ganz eigenen Regeln und Gesetzen. Sie eint meist verschiedene Elemente (z.B. Porträt-, Reportage- und Eventfotografie) und hat zum Ziel, das Ereignis in möglichst hochwertigen, ästhetischen Bildern zu fotografieren. Die Grenzen zwischen diesen einzelnen Bereichen und Elementen innerhalb der Hochzeitsfotografie, sind dabei oft fließend.

Das Ergebnis muss dem Paar dabei natürlich unbedingt zusagen, schließlich zahlt es für die Hochzeitsfotos, falls ein professioneller Fotograf engagiert wurde, ein hohes Honorar. Erfahrene, professionelle Fotografen in diesem Metier verlangen – natürlich immer in Abhängigkeit von der Anzahl der Bilder, dem Grad der anschließenden digitalen Bearbeitung und Aspekten wie Anfahrt und Dauer des Aufenthalts – nicht selten bis zu tausend Euro oder mehr für die Hochzeitsfotos.

Der Luxus, mittlerweile aus einer enormen Fülle an Fotografen auswählen zu können, die sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert haben, ist gleichzeitig auch ein großes Problem: wie soll das Paar aus dieser Flut an möglichen Fotografen, die den schönsten und wichtigsten Tag im Leben fotografieren sollen, den richtigen finden? Lieber auf eine Agentur zurückgreifen oder sich selbst einen freiberuflichen Fotografen suchen? Auf was muss man bei der Suche eigentlich achten? Kann ein günstiger Anbieter auch gute Bilder liefern? Fragen über Fragen.

 

Die Hochzeitsfotografie ist eine eigene Sparte innerhalb der (Anlass-bezogenen) Fotografie, mit ihren ganz eigenen Regeln und Gesetzen. (#01)

Die Hochzeitsfotografie ist eine eigene Sparte innerhalb der (Anlass-bezogenen) Fotografie, mit ihren ganz eigenen Regeln und Gesetzen. (#01)

Zeitintensiv, aber lohnenswert: die Online-Recherche

Entscheidend ist, dass sich das Paar etwas Zeit nimmt, um gemeinsam online nach einem passenden, guten Hochzeitsfotografen zu suchen. Heutzutage erleichtert das Internet die Suche natürlich ungemein. Ein guter, sinnvoller Beginn einer strukturierten Suche wäre es, sich zunächst einmal auf den Internetseiten lokaler Fotografen umzusehen.

Vielleicht gibt es ja in unmittelbarer Nähe einen erfahrenen Anbieter mit ansprechendem Web-Auftritt, evtl. sogar in der gleichen Stadt. Die örtliche Nähe zu ihm spiegelt sich dann natürlich auch im Preis wieder, da er einen geringen Anfahrtsweg – und damit geringere Fahrtkosten – hat.

Ist man online auf einen möglicherweise guten Hochzeitsfotografie-Anbieter gestoßen, gilt es, ins Detail zu gehen und erste Fragen und Inhalte persönlich zu klären. Dies kann z.B. in Form des Mail-Kontaktformulars oder eines Telefonat, geschehen. Denn nicht immer finden alle Paare auf den Webseiten der Fotografen sofort all die Infos, die sie benötigen.

Zwar erkennt man professionelle Anbieter u.a. auch an einem transparenten Webauftritt, der schon einmal die wesentlichen Infos bereithält. Dennoch kann dieser natürlich nicht alle, möglicherweise auftretenden Fragen und Unklarheiten beim Paar schon vorwegnehmen. Deshalb muss hier die erste Kontaktaufnahme erfolgen, in den meisten Fällen per Mail.

Hinter einer qualitativ hochwertigen Hochzeitsfotografie stecken Erfahrung, ein gutes Auge und das Beherrschen der entsprechenden Hochzeitsfotografie-Kenntnisse und -Werkzeuge. (#02)

Hinter einer qualitativ hochwertigen Hochzeitsfotografie stecken Erfahrung, ein gutes Auge und das Beherrschen der entsprechenden Hochzeitsfotografie-Kenntnisse und -Werkzeuge. (#02)

Wichtige Fragen an den Hochzeitsfotografie-Anbieter beim Erstkontakt

Wichtige, im Rahmen dieser ersten Kontaktaufnahme zu klärende Fragen sind z.B.

  • ob der Hochzeitsfotograf die Fotografie-Elemente und Bilder anbietet, die sich das Paar vorstellt (Porträtfotos, Glamour-Bilder, dokumentarischer Stil etc.)
  • ob der Hochzeitsfotografie-Anbieter für den kompletten Tag zur Verfügung steht, also von der Trauung bis hin zur Feier, oder lediglich nur eine begrenzte Zeit
  • in welcher Form und welchem zeitlichen Umfang der Fotograf die Bilder im Nachhinein digital bearbeiten soll. Manch ein Paar wünscht höchstmögliche Authentizität und viel Natürlichkeit, andere wiederum legen Wert auf viel Hochglanz und die Korrektur jeglicher Bild- oder Belichtungsfehler

Verlief die erste Kontaktaufnahme erfreulich und konnten erste, drängende Fragen sowie die Rahmenbedingungen (in erster Linie der finanzielle Aspekt) geklärt werden, geht es zum nächsten Schritt: dem persönlichen Gespräch mit dem auserwählten Anbieter, der den immer näher rückenden Tag der Hochzeit fotografieren und damit für immer festhalten soll. Schließlich möchte man den Fotografen, der die Liebe des Paars auf Zelluloid bannt und Bilder schießt, mit deren Hilfe sich Braut und Bräutigam für alle Zeiten an die Hochzeit erinnern, im Vorfeld auch persönlich kennenlernen.

Das persönliche Kennenlernen: dem Fotografen auf den Zahn fühlen

Hinter einer qualitativ hochwertigen Hochzeitsfotografie stecken Erfahrung, ein gutes Auge und das Beherrschen der entsprechenden Hochzeitsfotografie-Kenntnisse und -Werkzeuge. Dieses fachliche Wissen des Auserwählten kann man im persönlichen Gespräch abklopfen.

Bei diesem Meeting sollte man sich Fotostrecken von anderen Hochzeiten und Arbeitsproben zeigen lassen. Hier ergeben sich für das Paar meist auch noch neue, interessante Ideen für die eigene Hochzeit. Ganz entscheidende Frage, die hier erörtert werden sollten: wie erhält das Paar später die Hochzeitsfotos? In Form von entwickelten Abzügen? Rein Digital? Auf einem Stick oder auf CD, oder gar in einer Mischform aus digital und „analog“?

Wichtig zu wissen: ein guter, professioneller Hochzeitsfotograf wird nicht, um Braut und Bräutigam einen geringeren Preis anbieten zu können, die Fotodaten später kostenlos auf CD überreichen. Normalerweise kann man zwischen einem kompletten Datenpaket oder Einzelpreisabrechnungen wählen.

Viele Paare haben nämlich schon ganz genaue Vorstellungen davon, wie und wo sie sich fotografiere lassen wollen. (#03)

Viele Paare haben nämlich schon ganz genaue Vorstellungen davon, wie und wo sie sich fotografiere lassen wollen. (#03)

Testdurchlauf vor eigentlicher Hochzeitsfotografie: Das Probeshooting

Stoßen die Paare bei ihrer Recherche auf die Honorare, stellt sich oft Ernüchterung ein. Dann kommt manch einem der Gedanke, die Hochzeitsfotos doch lieber von einem Hobbyfotografen oder Verwandten schießen zu lassen. Doch Vorsicht: gute Hochzeitsfotografie will gelernt sein und es lohnt durchaus, auf einen „echten“ Hochzeitsfotografen zu setzen. Jedoch sollte sich das Paar im Vorfeld natürlich im Klaren sein, was genau es möchte, welche Vorstellungen es hat, wo die finanziellen Grenzen liegen – und vor allem auch, worauf es bei der Hochzeitsfotografie eigentlich ankommt.

Das Paar sollte auch darauf achten, dass im Vorfeld des wichtigen Tags, ein Probeshooting absolviert wird. Bietet ein Fotograf dies nicht an bzw. befindet sich diese Leistung nicht im Portfolio, sollte man seine Bemühungen schon gar nicht mehr auf diesen Fotografen konzentrieren sondern stattdessen weitersuchen. Denn das Probeshooting ist quasi die „fotografische Generalprobe“ vor der Hochzeit.

Da an der eigentlichen Hochzeit natürlich nichts schiefgehen darf, sind diese Probeaufnahmen, bei denen auch gleich die Besonderheiten der Location begutachtet werden, so eminent wichtig. Viele Paare haben nämlich schon ganz genaue Vorstellungen davon, wie und wo sie sich fotografiere lassen wollen.

Diese Ideen und Wünsche sollte der Hochzeitsfotograf dann auch gleich ausprobieren und durchspielen. Und: das Probeshooting bietet die Möglichkeit für Experimente und Spielereien, d.h. es können verschiedene Motive, Posen und Hintergründe versucht werden. Verläuft der Probelauf erfolgreich, so steht einer problemlosen, erfolgreichen Hochzeitfotografie am Tage der Eheschließung selbst, eigentlich nichts mehr im Wege.

Damit sich das Brautpaar selbst ungezwungen und möglichst natürlich vor der Kamera präsentieren kann, sind zudem Vertrauen und eine gute Chemie zwischen Fotograf und Brautpaar entscheidend.

Damit sich das Brautpaar selbst ungezwungen und möglichst natürlich vor der Kamera präsentieren kann, sind zudem Vertrauen und eine gute Chemie zwischen Fotograf und Brautpaar entscheidend. (#04)

Daran erkennt man professionelle Hochzeitsfotografie

Am Tag der Hochzeit ist keine Zeit mehr für lange Probeläufe und Tests, alles muss passen und fehlerlos funktionieren. Wer in Sachen Hochzeitsfotografie erfahren ist, der prüft morgens vor der Abfahrt lieber zweimal, ob er das Akkuladegerät für den Blitz, die nötigen Ersatzgeräten und natürlich das komplette Equipment eingepackt hat. Nichts darf dem Zufall überlassen bleiben, auch hieran erkennt man einen guten Fotografen.

Professionelle Hochzeitsfotografie zeichnet aber sich nur die Risikominimierung im Vorfeld und das Vermeiden peinlicher Zwischenfälle während der Hochzeit aus, sondern wird zuallererst anhand der Qualität der Bilder deutlich. Ein wichtiges Merkmal gelungener Hochzeitsfotografie: die abgelichteten Personen wirken jederzeit natürlich, nichts erscheint gestellt und aufgesetzt. Um dies zu erreichen, muss der Fotograf Ruhe sowie Sicher- und Gelassenheit ausstrahlen. Er sollte am besten gar nicht großartig auffallen und die Gäste mit einem lauten „Cheese“ zum Grinsen bewegen müssen.

Damit sich das Brautpaar selbst ungezwungen und möglichst natürlich vor der Kamera präsentieren kann, sind zudem Vertrauen und eine gute Chemie zwischen Fotograf und Brautpaar entscheidend. Dieses Vertrauen erreicht der Fotograf beim Paar, in dem er sich Zeit für ihre Wünsche und Anregungen nimmt und diese in den Ablauf einbaut – auch noch am Tag der Hochzeit selbst.

Von großer Bedeutung bzgl. der Hochzeitsfotografie die nur das Brautpaar umfasst, ist es auch, spontane Gesten, Emotionen und Motive abwechslungsreich zu einer guten Gesamtkomposition zusammenzufügen. Fähige Hochzeitsfotografie macht aus, das Paar vor der Kamera auch mal herumalbern und alles einfach mal laufen zu lassen. So entstehen unvergessliche, einmalige Momente voller Spontaneität.

Auch wenn die Hintergründe nicht unwichtig sind: im Mittelpunkt steht für einen guten Fotografen immer das Brautpaar, auf Dinge wie Lichtverhältnisse oder andere technische Komponenten, achtet er quasi nebenbei.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Christoph Hähnel-#01:Christoph Hähnel-#02:doris oberfrank-list-#03: Christoph Hähnel-#04:yanush868

Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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