Die Produktion von Bizets Carmen an der Oper Frankfurt kehrt in der von Barrie Kosky kuratierten Fassung zurück und verspricht packende musikalische und visuelle Momente. Kosky kombiniert groß dimensionierte Opernszenen mit Variete-Charakter und Revue-Ästhetik im Geiste Offenbachs. Er ergänzt die Handlung um energiegeladene Tanzintermezzi. Der italienische Dirigent Jader Bignamini garantiert ein ausgewogenes, brillantes Orchesterklangbild. Das Debüt von Bianca Andrew als Carmen und der Gastauftritt von Joseph Calleja setzen zusätzliche Akzente.
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Kosky, Carydis und Rot präsentieren facettenreiches, dynamisches Musiktheatererlebnis Frankfurt
Basierend auf einer für die Saison 2015/16 erstellten Neufassung arbeiten Barrie Kosky, Dirigent Constantinos Carydis und Herausgeber Michael Rot Hand in Hand. Kosky, langjähriger Intendant der Komischen Oper Berlin, verschränkt klassische Opernpassagen mit Variete- und Revue-Elementen a la Offenbach. Spektakuläre Tanzszenen dienen als visuelle Klammer, die bekannte Motive um Carmen, Don Jose und Escamillo in ein neues Licht rückt. So entsteht ein vielschichtiges Musiktheater, das mit Tempo und Farbigkeit überrascht.
Premiere begeistert Publikum und Kritiker mit intensiver künstlerischer Neuinterpretation
Anlässlich der Premiere am 5. Juni 2016 traf die Inszenierung auf außerordentlich positive Resonanz beim Publikum, das begeistert reagierte. Fachportale und Zeitungen vergaben herausragende Urteile: musik-heute.de sprach von „kultverdächtig“, Der Tagesspiegel beschrieb sie als „brillant und böse“, die RheinZeitung pries sie als „Weltklasseproduktion“ und concerti.de nannte sie den „Höhepunkt der Saison“. Solche Bewertungen dokumentieren den hohen ästhetischen Anspruch und garantieren Opernfreunden ein intensives, neuartiges Hörerlebnis. Sie definiert Klassik neu.
Joseph Calleja kehrt als Don Jose zurück, begeistert Publikum
Bianca Andrew, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, tritt in dieser Wiederaufnahme erstmals in der Rolle der Carmen auf. Ihre Darstellung der Zigarettenarbeiterin besticht durch sinnliche Stimmgebung und klare, ausdrucksstarke Bühnenpräsenz. Don Jose wird von Joseph Calleja verkörpert, einem Startenor mit internationalem Renommee, der bereits als Gast am Haus gefeiert wurde. Für Aufführungen im Januar übernimmt Zanda Sv?de die Titelpartie. Das restliche Ensemble vereint erfahrene Opernstudio und Stammmitglieder und gewährleistet ausgewogene Gesamtleistung.
Italienischer Dirigent Bignamini bereichert Frankfurter Oper mit weltweiten Musikerfahrungen
Unter der Leitung von Jader Bignamini erfährt das Orchester eine außergewöhnliche künstlerische Führung. Der italienische Dirigent präsentierte kürzlich in Frankfurt die Premierenserie von Verdis La forza del destino und war 2022 Ansprechpartner für ein Museumskonzert. Als Music Director des Detroit Symphony Orchestra gastiert er in Paris, Berlin, New York sowie Sao Paulo. Seine präzisen Akzente, ausdrucksstarken Dynamiksprünge und sein Impetus formen einen durchsichtigen Orchesterklang mit intensiver szenischer Tiefe.
Sechste Wiederaufnahme bestätigt Konzeptstärke und Anpassungsfähigkeit zeitlosen Opernformats eindrucksvoll
Die sechste Frankfurter Neuauflage dieser mit dem Royal Opera House Covent Garden koproduzierten Inszenierung nimmt erneut Anlauf in der aktuellen Spielzeit. Schon 2018/19 war diese Produktion als Leihgabe in London zu erleben. Die andauernde Nachfrage signalisiert hohe Beständigkeit und Konzeptvielfalt. Langjährige Besucher betrachten die Aufführung als Benchmark für zeitgenössisches Musiktheater, während Neulinge sich von der frischen Gestaltung und den mutigen Regiekonzepten angezogen fühlen. Die internationale Erfolgsgeschichte wird nachhaltig und erfolgreich fortgeschrieben.
Telefonische Kartenvorbestellung unter 069-21249494 oder online auf Website Frankfurt
Ab Samstag, 13. Dezember 2025 um 19 Uhr läuft die Wiederaufnahme im Opernhaus Frankfurt. Geplant sind weitere Aufführungen am 19. und 21. Dezember um 18 Uhr sowie am 27. Dezember um 18 Uhr. Im Januar 2026 stehen die Aufführungen am 9., 16. und 18. jeweils ab 18 Uhr sowie am 24. und 31. Januar auf dem Programm. Eintrittskarten kosten zwischen 16 und 132 Euro zuzüglich 12,5 Prozent Vorverkaufsgebühr. Verkauf telefonisch, online und an allen Vorverkaufsstellen.
Frankfurter Carmen-Inszenierung überzeugt mit dynamischer Erzählung und herausragendem Ensemble
Barrie Koskys Inszenierung von Carmen in Frankfurt verbindet die traditionelle Großoper mit überraschenden revueartigen Showeinlagen und akrobatischen Tanzsequenzen. Dabei entsteht eine vielschichtige dramaturgische Gestaltung, die die emotionale Wucht von Bizets Musik unterstreicht. Jader Bignaminis dynamische Schlagführung sorgt für kraftvolle, präzise Orchesterpassagen, die den Sängerinnen und Sängern den nötigen Raum zur Charakterentwicklung bieten. Dem gemischten Ensemble gelingt eine harmonische Performance, in der musikalische Intensität und visuelle Opulenz beeindruckend korrespondieren ästhetisch mutig.

