Symbol der Liebe: Eheringe gestern und heute

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Den Ring gab es als Symbol für die Unendlichkeit schon immer. Kein Anfang, kein Ende, damit ist alles möglich und gleichermaßen gut. Als Symbol der Liebe wird der Trauring dem Partner bei der Hochzeit an den Finger gesteckt.

Ehering als Symbol der Liebe: Ein Zeichen der Unendlichkeit

Die Unendlichkeit lässt sich mit zweierlei Zeichen darstellen. Zum einen kann die liegende Acht gewählt werden, zum anderen der Ring. Wohl rein aus praktischen Gründen hat man sich einst für den Ring als Symbol der Liebe entschieden. Ein Anfang und ein Ende sind hier nicht erkennbar: Das Leben als Paar geht immer weiter voran.

Teilweise sind Linien eingraviert, die in Wellenform für das Auf und Ab innerhalb der Beziehung stehen, teilweise sind die Eheringe, wie sie auch auf https://www.ringladen.de/trauringe/trauringe-silber/ zu finden sind, ganz glatt.

Den Ring gab es als Symbol für die Unendlichkeit schon immer. Kein Anfang, kein Ende, damit ist alles möglich und gleichermaßen gut. ( Foto: Shutterstock-KornT_)

Den Ring gab es als Symbol für die Unendlichkeit schon immer. Kein Anfang, kein Ende, damit ist alles möglich und gleichermaßen gut. ( Foto: Shutterstock-KornT_)

Symbol der Liebe schon vor unserer Zeitrechnung?

Für alle, die ein wenig in die Geschichte des Eherings als Symbol der Liebe eintauchen wollen: Einst – noch lange vor der modernen Zeitrechnung – gab es ein sich über die Maßen liebendes Paar. Doch noch vor der Hochzeit musste der Mann eine weite Reise über das Meer antreten, was zu dieser Zeit durchaus gefährlich sein konnte. Die Frau wollte, dass sich ihr Liebster in der Zeit seiner Abwesenheit immer an sie erinnern würde, und zerbrach ihren eigenen Ring. Diesen trug sie bis dahin als Anhänger einer Halskette.

Der Mann erreichte sein Ziel und schickte einen Kurier los, der die eine Hälfte des Rings zu der Frau zurückbringen sollte. Diese freute sich, wusste sie doch, dass ihr Liebster sicher angekommen war. Der Ring wurde wieder zusammengesetzt.

Dieses Paar war fortan Vorbild für andere Paare, die mit ihren Ringen ähnlich verfuhren und diese als Symbol der Liebe und Verbundenheit miteinander teilten. Dies geschah allerdings noch ohne Hochzeit, der Ringtausch war von einer Trauung völlig unabhängig.

Ringe gibt es für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack. ( Foto: Shutterstock- Pixel-Shot )

Ringe gibt es für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack. ( Foto: Shutterstock- Pixel-Shot )

Der Ring: Zeichen für Bindung und für das Teilen

Bereits in der Zeit der Antike zeigten die Partner der Welt, dass sie zusammengehörten. Damals waren es allerdings nur die Frauen, die einen Ring als Symbol der Liebe trugen. Dieser wurde an den Ringfinger gesteckt, weil angenommen wurde, dass von hier aus eine Ader genau bis zum Herzen führen würde. Warum damals keine Männer Ringe trugen, ist nicht hinreichend bekannt. Angenommen wird aber, dass die Vorliebe der Frauen für Schmuck Grund dafür war, dass sie vorrangig Ringe ansteckten.

Ringe wurden zudem als Symbole für das Teilen unter den Partnern verwendet. Männer trugen noch bis in die Neuzeit hinein sogenannte Siegelringe, die symbolisch für Reichtum und Macht standen. Bei der Hochzeit wurde der Braut ein ähnlicher Ring überreicht.

Die Symbolik dahinter: Der Mann teilt seine Besitztümer mit seiner Partnerin. Übrigens handhabt es die Kirche von England immer noch in dieser Art, hier werden teilweise nur den Bräuten Ringe angesteckt.

Die christliche Trauzeremonie sieht bereits seit Jahrhunderten den Tausch der Ringe vor. ( Foto: Shutterstock-Galina Tcivina)

Die christliche Trauzeremonie sieht bereits seit Jahrhunderten den Tausch der Ringe vor. ( Foto: Shutterstock-Galina Tcivina)

Symbole der Liebe: Eheringe in der heutigen Zeit

Die christliche Trauzeremonie sieht bereits seit Jahrhunderten den Tausch der Ringe vor, und wenn es darum geht, was Braut und Bräutigam am Tag der Hochzeit brauchen, so stehen die Ringe ganz oben auf der Liste. Aber ist die Symbolik der Ringe heute noch die gleiche wie einst?

Ein Zeichen der Gleichberechtigung?

Heute wird vielfach kritisiert, dass die Kirche keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zulässt. Dies gilt vor allem für die katholische Kirche. Doch gleichzeitig lässt sich feststellen, dass durch die Ringe, die als Symbol der Liebe zu sehen waren, eben doch eine Art Gleichberechtigung dargestellt werden sollte.

Die Kirche strebte darauf hin, dass die Frau nicht durch den Mann vereinnahmt werden sollte. Dies wird auch in der Frage, ob die Frau aus freien Stücken zur Hochzeit bereit sei, dargestellt. Dass sich beide Partner gegenseitig anerkennen, wird im Anstecken der Ringe symbolisiert, wobei diese immer noch zeigen, dass die Liebe keinen wirklichen Anfang und kein Ende hat und somit unendlich sein wird.

Die Kirche nutzte Ringe für eine eigene Symbolsprache, nach der mit dem Ring etwas Ganzes, Ungebrochenes und Untrennbares dargestellt wird. Beide Partner, die diese Ringe tragen, gehören für immer zusammen und können nicht getrennt werden. Verdeutlicht wird das in der katholischen Kirche durch das Verbot zur Scheidung bzw. zur Scheidung nur dann, wenn die Umstände als unhaltbar für die Partner (oder einen von ihnen) angesehen werden können.

Ob der Ring aus kirchlicher Sicht wirklich für die Gleichberechtigung steht, ist sicherlich eine strittige Frage, die je nach Gesprächspartner anders beantwortet wird. Teilweise wird auch unterstellt, dass mit dem Ring die Zusammengehörigkeit symbolisiert werden soll bzw. der Fakt, dass diese Frau zu genau jenem Mann gehört.

Sie ist zwar offiziell nicht sein Besitz, doch die Sichtweise mancher Kirchenvertreter tendiert durchaus in diese Richtung. Gut, dass sich in modernen Zeiten niemand mehr einer solchen Sichtweise unterordnen muss und der Ring ganz einfach für die Liebe und Unendlichkeit und nicht für Besitz und Macht stehen muss!

Wenn der Ring ganz leicht über den Finger der Braut rutscht, wird der Mann der dominante Teil in der Beziehung sein. ( Foto: Shutterstock-_LL_studio )

Wenn der Ring ganz leicht über den Finger der Braut rutscht, wird der Mann der dominante Teil in der Beziehung sein. ( Foto: Shutterstock-_LL_studio )

Auch bei weltlichen Trauungen Symbole der Liebe

Natürlich muss sich kein Paar, das bisher nicht kirchlich war, für die Trauung zur Kirche bekennen. Die typischen Symbole der Liebe, die Eheringe, werden auch bei weltlichen Trauungen verwendet und haben eine vergleichbare Bedeutung. Dabei wird sogar noch ein Schritt weitergegangen: Durch das Anstecken der Ringe soll es möglich sein, eine Voraussage über die Ehe machen zu können.

Wenn der Ring ganz leicht über den Finger der Braut rutscht, wird der Mann der dominante Teil in der Beziehung sein. Die Frau hingegen wird die Hosen anhaben, wenn der Ring am mittelsten Fingergelenk stecken bleibt und mit ein wenig Mühe hinuntergeschoben werden kann.

Übrigens gibt es zum Abnehmen der Eheringe eine Regel: Verheiratete sollten ihre Ringe nie abnehmen, denn damit würde sich nicht nur der Ring, sondern auch die Liebe abkühlen.

Verschiedene Materialien für Eheringe

Schon längst müssen Eheringe nicht mehr aus Gold sein, um für wertvoll erachtet zu werden. Die Symbolik ist nicht abhängig von der Art des Ringmaterials! Auch das Aussehen des Rings ist unerheblich, wenngleich die meisten Eheringe als solche sofort zu erkennen sind. Oft weisen sie eine Wellenlinie auf, die Damenringe besitzen einen kleinen Stein, häufig werden zwei Farben (z. B. Weiß- und Roségold) verwendet.

Die häufigsten Materialien, die für Eheringe verwendet werden, sind:

  • Gold
  • Platin
  • Silber
  • Edelstahl

Sicherlich ist es auch eine Frage des Geldbeutels, welches Material gewählt wird. Edelstahl ist die günstigste Variante und daher auch für Eheleute mit kleinem Budget erschwinglich. Häufig wird ein höherwertiges Material für die Trauringe als für die Verlobungsringe verwendet. Wer beispielsweise den Verlobungsring aus Silber trägt, wird dann Eheringe aus Gold auswählen. Auch hier gibt es aber keinerlei Vorgaben.

Es ist zudem möglich, die Trauringe selbst schmieden zu lassen. Immer mehr Goldschmiede bieten diese Leistung an und führen einen Entwurf der künftigen Eheleute aus. Damit wird ein einzigartiges Symbol der Liebe geschaffen, das es in dieser Form kein zweites Mal gibt. Auch hier können Edelsteine oder Gravuren genutzt werden, um die Ringe weiter zui verzieren.

Apropos Gravuren: Viele Menschen entscheiden sich für eine individuelle Gravur in ihrem Ehering. Dort werden zum Beispiel der Name des Partners und das Datum der Hochzeit eingraviert. Die Ringe geben damit nicht selten ein hübsches Fotomotiv ab, das zum Beispiel den Einband des Hochzeitsalbums zieren kann. Außerdem: Wer mal wieder (fast) den Hochzeitstag vergisst, kann so einfach am Ring nachschauen!

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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